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Windfrieden oder Ruhe vor dem Sturm?

Der Wind weht nun rauher in Berlin, wenn es um den Ausbau der Windenergie geht.

Sinngemäß: “Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) stimmte die Bürger auf Belastungen durch einen starken Ausbau der Windkraft in Deutschland ein. Ihm sei klar, dass deutlich mehr Windräder für viele Menschen “auch eine Zumutung bedeutet”, sagt Habeck bei der Vorstellung der Gesetzespläne am Mittwoch. Das Vorhaben werde in vielen Regionen “Widerstände, Sorgen und Ängste auslösen”. Auf solche Ängste müsse man eingehen, sie dürften aber den Ausbau nicht verhindern.”, so zitiert aus der Süddeutschen Zeitung- zum Artikel

Naturschutz?

Artenschutz?

Abstandsreglungen? – alles nicht mehr so wichtig- Hauptsache WINDRÄDER, natürlich auch im Wald.

 

Nicht mit uns!   Keine Windräder in den Wald.

Wir begrüßen zwar die Gesetzesinitiative der Thüringer CDU, endlich auch in Thüringen einen gesetzlichen Mindestabstand von 1.000m zu Wohnbebauungen zu beschließen, halten diesen aufgrund der Höhe der heute installierten Anlagen von 250m immer noch für zu gering. (siehe unsere Ausführung zum Infraschall). In Bayern gilt die “10H-Regel” – Mindestabstand = 10x die Höhe der WKA. 

“Wenn der Topf aber nun ein Loch hat…” Wer kennt nicht dieses alte Volkslied?  Auch noch mehr Windräder liefern keinen Strom, wenn der Wind ausbleibt. Ohne sinnvoll und bezahlbare Speicher bringt das nicht viel. Wenn ich nachts die Taschenlampe ausknipse, stehe ich auch im Dunkeln. Und wenn der Wind aufhört, gibt es eben auch keinen Strom.

Nachlesbar übrigens täglich in den Energie-Charts zur täglichen Stromerzeugung und deren Zusammensetzung.

Bis heute betrug der Anteil der Windenergie in diesem Jahr ganze 4,95% – siehe Grafik.

 

 

Wenn Wind weht und die Sonne scheint, müssen wir den Strom auch noch für viel Geld an unsere ausländischen Nachbarn verkaufen…

Wir wenden uns als Verein erneut an die Öffentlichkeit – zuletzt mit einem Leserbrief an die OTZ und mit einem offenen Brief an Mario Voigt, Vorsitzender der thüringischen CDU-Landtagsfraktion

Der Wortlaut hier im Anschluss.

Nochmal unser Standpunkt:

Klares “NEIN” zu Wändrädern im Wald! – Ja zu einem gesetzlichen Mindestabstand auch in Thüringen (ohne wenn und aber!) und nie unter 1.000m

 

Michael Pflügner

 

Offener Brief an Mario Voigt

Lieber Mario Voigt,

wir verfolgen sehr intensiv die aktuelle Debatte um Vorschläge und Kompromisssuche zum CDU-Antrag zur Änderung der Thüringer Bauordnung, bei dem ein 1000 Meter Mindestabstand zur Wohnbebauung gesetzlich festgeschrieben werden soll.

Dieser Antrag wird von uns, dem Landesverband THLEmV und sicherlich auch anderen BI´s ausnahmslos unterstützt.

Die bestehende Minderheitsregierung möchte der CDU mit wenigen Ausnahmen zustimmen und bietet einen Kompromiss an: Frau Siegesmund nennt es Windfrieden.

Doch was ist das für ein Angebot zum Windfrieden? –> Der 1000m Abstand zur Wohnbebauung gilt nicht für Windvorranggebiete, nicht für Gemeinden, die etwas anderes wollen und nicht für Repowering bestehender Anlagen. Und nach der Evaluation des Waldgesetzes in 2023 soll das generelle Verbot von Windenergie im Wald aufgehoben werden.

Das ist doch aber kein Kompromiss, oder haben wir etwas “zwischen den Zeilen” nicht gelesen? Warum bügelt man den CDU-Vorschlag vom Repowering einfach so ab und fährt nur die Linie “maximaler Zubau – Haupsache mehr Fläche”, ohne auch nur ansatzweise die deutlich höhere Effizienz neuer Anlagen mit Nutzung vorhandener Flächen in Betracht zu ziehen?

Uns ist allen klar, dass neue und intelligente Wege gesucht werden müssen, um zukünftige Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Aber Windkraftausbau ohne Ende kann es nicht sein und hilft uns nicht weiter.

Ein großes Problem sehen wir in der vorwiegend ablehnenden Haltung der “Landbevölkerung”. Die Akzeptanz geht gegen Null. Der Städter ist davon weniger bis gar nicht betroffen und versteht wahrscheinlich gar nicht, worum es im Kern geht. Das spaltet die Gesellschaft, das tut der Demokratie nicht gut.

Wir wünschen uns eine starke Mehrheit in Thüringen, die die CDU bei Ihrem Vorhaben begleitet, die Bevölkerung vor den negativen Auswirkungen des massiven Windkraftausbaus zu schützen. Dabei sind 1000m wenig, bei den Bayern gilt die 10h Regel, 2500m bei einem 250m hohem Windrad.

Viele Grüße aus Tautenhain

Volkhardt Pirl

Bürgerinitiative proholzlandwald e.V.

 

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